Haaranalyse: So läuft Ihr Termin ab
Sie haben sich für eine Haaranalyse entschieden. Was passiert nun beim Termin – und was sollten Sie vorher wissen? Mit einer geklärten Untersuchung und den richtigen Unterlagen vermeiden Sie unnötige Wege.

Kurz erklärt
Vor der Haaranalyse werden Untersuchungsumfang, benötigter Zeitraum und Eignung Ihrer Haare geklärt. Beim Termin gehören Identitätsprüfung und dokumentierte Entnahme dazu. Die verantwortliche Stelle ordnet die Probe zu und veranlasst die Laboruntersuchung. Anschließend erhalten Sie den Befund beziehungsweise die vereinbarten Nachweisunterlagen. Selbst abgeschnittene Haare ersetzen diesen Ablauf nicht.
Beim Vereinbaren des Termins
Sagen Sie, wofür Sie den Nachweis benötigen und ob Alkohol, Drogen oder beides untersucht werden soll. „Eine Haaranalyse“ ist als Auftrag noch nicht eindeutig. Halten Sie vorhandene Schreiben bereit und fragen Sie, welche Unterlagen die Entnahmestelle vorab sehen möchte.
Beschreiben Sie auch bisherige Haarbehandlungen. TÜV NORD weist darauf hin, dass kosmetische Behandlungen die Eignung für den vorgesehenen Nachweis beeinflussen. TÜV NORD: Fragen zur Haaranalyse Verschweigen Sie Färben, Tönen oder Bleichen deshalb nicht und planen Sie vor der Rückmeldung keinen neuen Friseurtermin ein. Ob Ihre Haare geeignet sind, soll vor einer kostenpflichtigen Entnahme geklärt sein.
Bei der dokumentierten Probenentnahme
Die LADR-Anleitung beschreibt eine Identitätskontrolle sowie die nachvollziehbare Entnahme und Kennzeichnung der Haarprobe. LADR: Haarprobenentnahme für die MPU Erkundigen Sie sich nach dem erforderlichen Ausweisdokument und bringen Sie es im Original mit. Die Probe muss Ihrer Person zuverlässig zugeordnet werden können.
Lassen Sie sich vor dem Schneiden erklären, an welcher Stelle und in welchem Umfang Haare entnommen werden. Wenn Sie sich wegen der Frisur Sorgen machen, sprechen Sie das direkt an. Eine selbst mitgebrachte Strähne ist keine Alternative zur vorgeschriebenen Zuordnung und Dokumentation.
Bevor Sie wieder gehen
Prüfen Sie gemeinsam die Angaben, die Sie betreffen. Stimmen Name und Entnahmedatum? Ist der vereinbarte Untersuchungsumfang festgehalten? Wissen Sie, wie und an wen das Ergebnis übermittelt wird? Fragen Sie außerdem nach:
- der voraussichtlichen Bearbeitungszeit, ohne sie mit einer garantierten Lieferfrist gleichzusetzen,
- einem Ansprechpartner für Rückfragen zum Befund,
- den enthaltenen Kosten und gegebenenfalls gesonderten Entnahmegebühren,
- einem eventuell erforderlichen nächsten Termin.
Bewahren Sie die erhaltenen Belege zusammen mit Ihrer Terminplanung auf. So müssen Sie bei einer Rückfrage nicht erst aus mehreren E-Mails rekonstruieren, was beauftragt wurde.
Wenn das Laborergebnis da ist
Lesen Sie nicht nur „positiv“ oder „negativ“. Prüfen Sie auch den untersuchten Stoff, Haarabschnitt und die Anmerkungen. Bei Unklarheiten lassen Sie den vollständigen Befund von der verantwortlichen Stelle erklären. Welche Aussage ein EtG-Ergebnis erlaubt, behandelt EtG im Haar.
Eine einzelne Analyse und ein längerfristiger Abstinenznachweis sind nicht automatisch dasselbe. Stimmen Sie erforderliche Folgeentnahmen ab. Falls Haare für Ihren Fall nicht geeignet sind, hilft der Vergleich Haaranalyse oder Urinkontrolle bei der Besprechung einer Alternative. Zum Angebot gelangen Sie über Haaranalysen; wichtige Preisbestandteile erläutern die Haaranalyse-Kosten.
Quellen und Einordnung
Redaktionell erstellte Orientierung von Abstinenzcheck. Die verlinkten Fachinformationen wurden für diesen Beitrag herangezogen. Keine individuelle medizinische, psychologische oder rechtliche Beratung.
Die Regeln Ihres konkreten Programms und die fachliche Einzelfallbewertung bleiben maßgeblich. Anbieter und Kontakt.


